Gesundheitsdaten

Gesundheitsdaten erfassen – das Hilfsmittel für gesunde Kühe
Die Leistungsprüfungen werden mit der Gesundheitsdatenerfassung (GDE) ergänzt. Damit wird die Zucht auf robustere Kühe sowie eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit beim Milchvieh angestrebt. Die Gesundheitsdatenerfassung ermöglicht langfristig direkte Zuchtwerte für Gesundheitsmerkmale. Nicht zuletzt soll damit auch die Schweizer Genetik international gestärkt werden.
Für Bruna-Data-Betriebe wird die Erfassung von Gesundheitsdaten laut Vertrag vorausgesetzt. Dank dem BrunaNet erfassen Sie die Gesundheitsdaten im «Gesundheitsportal» unter dem Menü «Behandlungsjournal» ganz einfach online. Alternativ haben Sie auch die Möglichkeit die Gesundheitsdaten via SmartCow direkt im Stall zu erfassen.

Vorteile
- Sie erfüllen die Anforderungen an die Tierarzneimittelverordnung.
- Sie nutzen die Daten im Rahmen der Bestandesbetreuung.
- Sie profitieren mit den Kennzahlen vom Vergleich mit anderen Betrieben.
Vereinfachen Sie dank der GDE Ihr Herdenmanagement!
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Erfassung via Smartphone
Mit SmartCow erfassen Sie die Gesundheitsdaten schnell und einfach via Smartphone.
SmartCow ist eine gemeinsame App von Braunvieh Schweiz, Mutterkuh Schweiz, Swissgenetics und swissherdbook. Jeder Landwirt mit einem Agate-Login kann die Herdemanagement-App SmartCow kostenlos nutzen. Managen Sie Ihre Herde digital – mit SmartCow. So haben Sie stets alle Tierdaten griffbereit.
Zuchtwerte für Gesundheitsmerkmale
Künftig werden dank der flächendeckenden Erfassung der Gesundheitsdaten Zuchtwerte für Gesundheitsmerkmale (z.B. Stoffwechselstabilität) berechnet. Bereits heute gibt es Zuchtwerte für Mastitisresistenz und Ketoseresistenz.
Sie basieren unter anderem auf den im BrunaNet erfassten Mastitisdiagnosen und auf Zellzahlmessungen. Der erste Schritt, um von diesen Daten zu den Zuchtwerten zu kommen, ist die Überprüfung der Vollständigkeit der GDE. Dies hat einen simplen Grund: Um Zuchtwerte zu schätzen, müssen wir nicht nur wissen, welche Tiere krank, sondern auch, welche gesund waren. Wenn eine Kuh keine Mastitis hat, wird das nicht erfasst. Deshalb wird angenommen, dass eine Kuh ohne Diagnose gesund war.
Gesunde Klauen: Fundament für die Zukunft

Tierhalter, Klauenpfleger und Tierärzte haben gemeinsam am Ressourcenprojekt „Gesunde Klauen – das Fundament für die Zukunft“ des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) gearbeitet. Das Projekt wurde über 6 Jahre durch das BLW finanziert. Ziel war, die Klauengesundheit der Schweizer Rinder langfristig zu verbessern.
Ein wichtiger Bestandteil des Projektes war der Einsatz einer spezifischen Hard- und Software. Damit können die Klauenpfleger die Daten über die Klauengesundheit systematisch elektronisch erfassen. Durch diese Datenerhebung können die Zahlen zu klauenkranken Kühen und den einzelnen Erkrankungen laufend überwacht sowie Programme und Zuchtwerte über die Klauengesundheit entwickelt und eingesetzt werden.
Die Zuchtwerte zur Klauengesundheit wurden erfolgreich entwickelt und können im BrunaNet beim Tier unter Zuchtwert Detail eingesehen werden.
Um die Stabilität der Zuchtwertschätzung zu gewährleisten, muss und wird die Datenerhebung weitergeführt.
Die Trägerschaft
Schweizer Klauenpflegervereinigung (SKV)
Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Rinderzüchter (ASR)
Schweizer Vereinigung für Wiederkäuergesundheit (SVW)
Projektleitung: Rindergesundheitsdienst (RGD)
Wissenschaftliche Begleitung: Vetsuisse Fakultät der Universität Bern.
Webseite: www.gesundeklauen.ch
