Geschichte

2021Redesign Homepage: Umstrukturierung und Neugestaltung der Webseite
2020Einführung SWISScow-Chip
Einführung der MLP-Besitzer-Kontrolle
Einstellung MLP und LBE wegen Corona-Pandemie ab Mitte März bis anfangs Mai
2019Lancierung des elektronischen Begleitscheins (eBGS) als App für Milchkontrolleure
Entwicklung und Umsetzung der Markenstrategie "Brown Swiss" in Zusammenarbeit mit der Europäischen Braunviehvereinigung
2018Einführung vom Herdenmanagement-App "SmartCow" als Resultat der Zusammenarbeit im Rahmen des Datenverbunds zwischen Braunvieh Schweiz, swissherdbook, Mutterkuh Schweiz und Swissgenetics
Einführung der Zuchtwertschätzung (ZWS) Mastitisresistenz
2017Neues Zuchtprogramm mit Aufhebung der Bruna Testbetriebe; neu Aufteilung nach Bruna Data (LBE, Gesundheitsdatenerfassung & genom. Typisierung) und Bruna Classic (LBE) obligatorisch
2016Einführung vom Weidezuchtwert (WZW) für OB-Kühe und die Einführung vom Gesamtzuchtwert (GZW) in 1'000er Skala
Einführung einer elektronischen Auftragsabwicklung der genomischen Selektion
Angebot eines AuktionsNet
2015Einführung Braunvieh Akademie (5 Module) in div. Regionen
Lancierung Braunvieh-Event auf HB-Betrieb in div. Regionen "Braunvieh bi dä Lüüt"
Statutenrevision: Budgethoheit neu bei Vorstand
Jubiläum 125. Zuger Stierenmarkt
Relaunch Kappa Kasein Tankmilchtest "Fromalys"
2014Einführung Genomtest beim Original Braunvieh
Einführung Labor-Dienstleistung FERTALYS
Einführung der Dienstleistung "Beratung im Bereich Produktionssystembeiträge"
2013Einführung BrunaNet Mobile
Einführung Gesundheitsdatenerfassung
Einführung Elektronische Mailbox (papierloses Herdebuch)
20129. Weltkongress der Braunviehzüchter, BRUNA 2012 mit Europaschau am 6. - 8. Dezember 2012 in St. Gallen.
Relaunch CHbraunvieh und Webseite Braunvieh Schweiz und die Überarbeitung Corporate Identity von Braunvieh Schweiz bei allen Kommunikationsmitteln
Einstieg in Social Media mit Facebook
Fertigstellung Renovation Trakt III. Belegschaft Braunvieh Schweiz zieht in renovierte Räume in Trakt III ein.
2011Start Programm Elitekühe
Delegiertenversammlung beschliesst Namensänderung zu Braunvieh Schweiz.
Einführung Mastitisidentifikation (MID)
Foto: Suisselab
1. Januar: Milchanalytik zu Suisselab AG in Zollikofen ausgelagert
1. Januar: Informatik und Zuchtwertschätzung zu Qualitas AG ausgelagert
2010Aufnahme Jersey-Zuchtverein als neues Kollektivmitglied
Neubau Trakt II Verbandshaus
2009Entscheid Zusammenarbeit Milchlabor, Informatik, ZWS mit swissherdbook
Einführung genomische Selektion
2008Einführung SchauNet (Tieranmeldung an Viehschauen via BrunaNet)
Einführung Kappa-Kasein-Test für Tankmilch oder Einzelkühe
Europäische Harmonisierung der Linearen Beschreibung und Einstufung der Kühe
2007Zuchtwertschätzungsreglement zur Qualitätssicherung der Nachzuchtprüfung
2006Anpassung der LP Korrekturfaktoren bei den Milchleistungsprüfungen
2005Einführung SBZV-Druckzentrum für Mitglieder und Drittkunden
Einführung SBZV-Zuchtberatung
Weiterbildung Team Zuchtberatung 2017
Einführung internationale ZWS für Nutzungsdauer
2004Einführung Aceton-Test
Einbau Milchfluss in Gesamtzuchtwert und Fitnesswert
2003Neue ZWS weibliche Fruchtbarkeit; Aufnahme NRR und Rastzeit in GZW, FIW und ÖZW; Internationale ZWS Zellzahl
2002Einführung ZW-Schätzung Fruchtbarkeit
2001Basisanpassung GZW, MIW, FIW, ÖZW (gleitende Basis, jährl. Anpassung bei der Mai-ZW-Schätzung).
2000Einführung ZW-Schätzung Nutzungsdauer, Testtagsmodell Milchmerkmale und Basisanpassung, GZW, MIW, FIW, ÖZW
Einführung elektronischer Marktplatz auf Homepage und BrunaNet
1999Einführung ZW-Schätzung Zellzahl, Tiermodell Exterieur und Einführung Paarungsplan auf BrunaNet (erster Online-Paarungsplan weltweit)
1998Einführung BrunaNet (erstes Informationssystem für Braunviehzüchter weltweit)
BrunaNet-Team Juni 1998
1997100-Jahr-Jubiläum SBZV und Durchführung Weltkonferenz
1996Einführung SBZV-Homepage
1995Einführung von ZW für OB-Tiere auf OB-Basis
1993Einführung der Harnstoffbestimmung
1992Die Zuchtzielformulierung wird erstmals in einen den heutigen Gegebenheiten angepassten Textteil und einen zweiten Teil mit konkreten Anforderungen aufgeteilt.
Einführung des BLUP-Tiermodells
1991Einführung Zellzahlbestimmung
1990Einführung Kappa-Kasein-Typisierung
Zürcher Kantonale Braunviehausstellung, Uster April 1989
1988Genereller ZW für Kühe und Einführung der fixen Basis
1983Einführung ZW-Schätzung für GP-Kühe
1978Die Zahl der Erstbesamungen mit BS-Stieren ist erstmals höher als die Zahl der Besamungen mit OB-Stieren.
Einführung der generellen Eiweissbestimmung
Anna Eichhorn im damaligen Herdebuch
1971-1978Grossversuch Einsatz von Brown-Swiss-Stieren. Das Ziel in der BS-Anpaarung liegt in der Erweiterung der genetischen Varianz des Braunviehs und in der Steigerung der Milchleistung sowie der Verbesserung der Widerristhöhe und der Frühreife.
1967Vorversuch zum Einsatz von Brown-Swiss-Stieren
1964Einführung Leistungspunkte
1963Start Melkbarkeitsprüfung
1958Einführung Bestandeskontrolle im Berggebiet
1954Ersatz der Eigentümerwägungen durch die offiziellen monatlichen Kontrollwägungen
1952KB darf zur Deckseuchenbekämpfung und zur besseren Ausnützung besonders wertvoller Stiere angewendet werden.
1950An der Abgeordnetenversammlung erfolgt eine starke Resolution gegen die KB.
1949Eine Delegation des SBZV-Vorstandes reist nach England zur Abklärung, was es mit der Künstlichen Besamung (KB) auf sich hat.
Zuchtstierenmarkt Rapperswil, lesen des Hornbrandes im Jahr 1947
1939-1945In den Kriegsjahren taucht zum ersten Mal das Wort Wirtschaftlichkeit auf.
1938Der Schweizer Braunviehzuchtverband verlegt seinen Sitz von Luzern nach Zug.
1935Das Eidg. Stammzuchtbuchbüro wird aufgelöst und die Aufgaben an die neugeschaffene Herdebuchstelle des Verbandes übertragen.
1933Erste Ausgabe der „Mitteilungen“
1930Um das Jahr 1930 setzt der eigentliche Siegeszug der „schönen Kuh“ ein.
1921Milchkontrollwägungen werden eingeführt
1920Gründung Eidg. Stammzuchtbuchbüro mit Verwaltung durch den Bund
1913Einführung des Abstammungsausweises
Erste Revision der Verbandsstatuten
1910Der Sitz der Geschäftsstelle wird nach Luzern verlegt.
1902Erste Milchleistungsprüfungen
18977. Februar: Gründung des „Verbands Schweizerischer Braunviehzucht-Genossenschaften“. Der Sitz der Geschäftsstelle ist Bünzen AG. Als erster Präsident wird der Kantonstierarzt des Kantons Luzern, Dr. P. Knüsel, gewählt.
erster Präsident SBZV: Dr. Peter Knüsel
erster Geschäftsleiter SBZV: Heinrich Abt
1887Gründung der ersten Viehzuchtgenossenschaft (Dürnten im Zürcher Oberland). Ab dann kommt es überall im Land zu Neugründungen. Die Eidgenossenschaft fördert diese mit Fr. 300.- an jede Gründung.
1880Offiziell gibt es nur noch einen „Schlag“, das „Schweizerische Braunvieh“.
18791. Schweizer Herdebuch „Verzeichnis edler Tiere der Braunviehrasse“
1856/1862Erfolge an den erstmals beschickten Ausstellungen in Paris und London. Die Besucher aus Amerika werden aufmerksam auf die ausgestellten Tiere aus der Schweiz.
1848Der Bundesstaat beschliesst wirtschaftliche Massnahmen zur Förderung der Viehzucht. Verschiedene Kantone nehmen Einfluss auf die Viehzucht.
Bis 1848Neben der klar ausgerichteten Zucht auf den grossen Klostergütern Einsiedeln, Engelberg und Muri und ihrer Umgebung, blieb die breite Landeszucht in den kleinbäuerlichen Betrieben sich selbst überlassen.
515 n. Chr.Servatius, der Feldherr des Gotenkönigs Theoderich, bezeichnet dieses Alemannenrind im Vergleich zum angestammten Rind als "kostbarer wegen seiner Grösse". Die Urgeschichtsforscher nehmen an, dass dieses Alemannenrind aus der Anpaarung zwischen dem in Mitteleuropa weit verbreiteten wilden Ur- und dem kleinen germanisch-keltischen Hausrind hervorgegangen ist. In unseren Gegenden erfolgt dann rasch eine Durchmischung mit dem ansässigen Torfrind. Einzig das Vieh der Bündner Täler hat seine eigene Entwicklung. Es geht ursprünglich auch auf das Torfrind zurück. Das Hirtenvolk der Rätier bringt bei seiner Einwanderung im 4. Jahrhundert ebenfalls seine eigene Rasse mit. Sie führt Primigenius-Blut und stammt aber aus Mittelitalien (Toscana). Damit lässt sich das Braunvieh in seiner Gesamtheit klar einordnen, und zwar in die Gruppe des Kurzhornrindes (bos brachyceros) mit starken Anteilen der Rassengruppe des europäischen Urrindes (bos primigenius Bojan). Offen blieb bis vor kurzer Zeit die Frage nach den Hintergründen der klaren Trennlinie zwischen Braun- und Fleckvieh in unserem Land. Im Rahmen des "Nationalen Forschungsprogramms über die schweizerische Identität (NF 21)" stiessen die Historiker in ihren Nachforschungen über das Weiterleben keltischen Erbes auf das Vorhandensein einer geheimnisvollen Napf-Reusslinie. Diese trennt nicht nur die Rechtsregeln bei der Vererbung des Hofes, heidnische Bräuche, französische und deutsche Jasskarten, sondern auch das Braunvieh vom Simmentaler Fleckvieh. Die Rassengrenze hat also keltische Wurzeln.
200 n. Chr.Nach dem Untergang des Römischen Reiches wird die östliche Hälfte unseres Landes allmählich durch die Alemannen, einem germanischen Volksstamm mit einer besonderen Beziehung zum Tier, besiedelt. Sie bringen ihr eigenes Rind mit.
2000-4000 v. Chr.Auf dem Gebiet der heutigen Schweiz finden wir die ältesten Spuren menschlicher Siedlungen an den Alpenrandseen. Es sind die Pfahlbauer der Bronze- und Eisenzeit. Zu ihren Haustieren zählt das Torfrind (bos brachyceros), ein kleines zierliches Rind mit feinen Gliedern und kurzem Horn. Nach Knochenfunden dürfte die Widerristhöhe um 120 cm und das Gewicht um 400 kg betragen haben. Dieses aus dem Osten (Kaukasus und Vorderasien) stammende Rind bildet die Basis und damit den Ausgangspunkt aller Rinderrassen der Zentral- und Ostalpen, so auch unseres Braunviehs.

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