Geschichte



2017
Neues Zuchtprogramm mit Aufhebung der Bruna Testbetriebe; neu Aufteilung nach Bruna Data (LBE, Gesundheitsdatenerfassung & genom. Typisierung) und Bruna Classic (LBE) obligatorisch
2016 Einführung vom Weidezuchtwert (WZW) für OB-Kühe und die Einführung vom Gesamtzuchtwert (GZW) in 100'000er Skala
2016

Einführung einer elektronischen Auftragsabwicklung der genomischen Selektion

2016 Angebot eines AuktionsNet
2015 Einführung Braunvieh Akademie (5 Module) in div. Regionen
2015 Lancierung Braunvieh-Event auf HB-Betrieb in div. Regionen "Braunvieh bi dä Lüüt"
2015 Statutenrevision: Budgethoheit neu bei Vorstand
2015 Jubiläum 125. Zuger Stierenmarkt
2015 Relaunch Kappa Kasein Tankmilchtest "Fromalys"
2014 Einführung Genomtest beim Original Braunvieh
2014 Einführung Labor-Dienstleistung FERTALYS
2014 Einführung der Dienstleistung "Beratung im Bereich Produktionssystembeiträge"
2013 Einführung BrunaNet Mobile
2013 Einführung Gesundheitsdatenerfassung
2013 Einführung Elektronische Mailbox (papierloses Herdebuch).
2012 9. Weltkongress der Braunviehzüchter, BRUNA 2012 mit Europaschau am 6. - 8. Dezember 2012 in St. Gallen.
2012 Relaunch CHbraunvieh und Webseite Braunvieh Schweiz und die Überarbeitung Corporate Identy von Braunvieh Schweiz bei allen Kommunikationsmitteln.
2012 Einstieg in Social Media mit Facebook.
2012 Fertigstellung Renovation Trakt III. Belegschaft Braunvieh Schweiz zieht in renovierte Räume in Trakt III ein.
2011 Start Programm Elitekühe.
2011 Delegiertenversammlung beschliesst Namensänderung zu Braunvieh Schweiz.
2011 Einführung Mastitisidentifikation (MID).
2011 1. Januar: Milchanalytik zu Suisselab AG in Zollikofen ausgelagert.
2011 1. Januar: Informatik und Zuchtwertschätzung zu Qualitas AG ausgelagert.
2010 Aufnahme Jersey-Zuchtverein als neues Kollektivmitglied.
2010 Neubau Trakt II Verbandshaus.
2009 Entscheid Zusammenarbeit Milchlabor, Informatik, ZWS mit swissherdbook.
2009 Einführung genomische Selektion.
2008 Einführung SchauNet (Tieranmeldung an Viehschauen via BrunaNet).
2008 Einführung Kappa-Kasein-Test für Tankmilch oder Einzelkühe.
2008 Europäische Harmonisierung der Linearen Beschreibung und Einstufung der Kühe.
2007 Zuchtwertschätzungsreglement zur Qualitätssicherung der Nachzuchtprüfung.
2006 Anpassung der LP Korrekturfaktoren bei den Milchleistungsprüfungen.
2005 Einführung SBZV-Druckzentrum für Mitglieder und Drittkunden.
2005 Einführung SBZV-Zuchtberatung.
2005 Einführung internationale ZWS für Nutzungsdauer.
2004 Einführung Aceton-Test.
2004 Einbau Milchfluss in Gesamtzuchtwert und Fitnesswert.
2003 Neue ZWS weibliche Fruchtbarkeit; Aufnahme NRR und Rastzeit in GZW, FIW und ÖZW; Internationale ZWS Zellzahl.
2002 Einführung ZW-Schätzung Fruchtbarkeit.
2001 Basisanpassung GZW, MIW, FIW, ÖZW (gleitende Basis, jährl. Anpassung bei der Mai-ZW-Schätzung).
2000 Einführung ZW-Schätzung Nutzungsdauer, Testtagsmodell Milchmerkmale und Basisanpassung, GZW, MIW, FIW, ÖZW und Einführung elektronischer Marktplatz auf Homepage und BrunaNet.
1999 Einführung ZW-Schätzung Zellzahl, Tiermodell Exterieur und Einführung Paarungsplan auf BrunaNet (erster Online-Paarungsplan weltweit).
1998 Einführung BrunaNet (erstes Informationssystem für Braunviehzüchter weltweit).
1997 100-Jahr-Jubiläum und Durchführung Weltkonferenz
1996 Einführung SBZV-Homepage
1995 Einführung von ZW für OB-Tiere auf OB-Basis
1993 Einführung der Harnstoffbestimmung
1992 Die Zuchtzielformulierung wird erstmals in einen den heutigen Gegebenheiten angepassten Textteil und einen zweiten Teil mit konkreten Anforderungen aufgeteilt. Einführung des BLUP-Tiermodells.
1991 Einführung Zellzahlbestimmung.
1990 Kappa-Kasein-Typisierung.
1988 Genereller ZW für Kühe und Einführung der fixen Basis.
1983 Einführung ZW-Schätzung für GP-Kühe.
1978 Die Zahl der Erstbesamungen mit BS-Stieren ist erstmals höher als die Zahl der Besamungen mit OB-Stieren. Einführung der generellen Eiweissbestimmung.
1971-1978 Grossversuch Einsatz von Brown-Swiss-Stieren. Das Ziel in der BS-Anpaarung liegt in der Erweiterung der genetischen Varianz des Braunviehs und in der Steigerung der Milchleistung sowie der Verbesserung der Widerristhöhe und der Frühreife.
1967 Vorversuch zum Einsatz von Brown-Swiss-Stieren.
1964 Einführung Leistungspunkte.
1963 Start Melkbarkeitsprüfung.
1958 Einführung Bestandeskontrolle im Berggebiet.
1954 Ersatz der Eigentümerwägungen durch die offiziellen monatlichen Kontrollwägungen.
1952 KB darf zur Deckseuchenbekämpfung und zur besseren Ausnützung besonders wertvoller Stiere angewendet werden.
1950 An der Abgeordnetenversammlung erfolgt eine starke Resolution gegen die KB.
1949 Eine Delegation des SBZV-Vorstandes reist nach England zur Abklärung, was es mit der Künstlichen Besamung (KB) auf sich hat.
1939-1945 In den Kriegsjahren taucht zum 1. Mal das Wort Wirtschaftlichkeit auf.
1938 Der Schweizer Braunviehzuchtverband verlegt seinen Sitz von Luzern nach Zug.
1935 Das Eidg. Stammzuchtbuchbüro wird aufgelöst und die Aufgaben an die neugeschaffene Herdebuchstelle des Verbandes übertragen.
1933 Erste Ausgabe der „Mitteilungen“.
1930 Um das Jahr 1930 setzt der eigentliche Siegeszug der „schönen Kuh“ ein.
1921 Milchkontrollwägungen werden eingeführt.
1920 Gründung Eidg. Stammzuchtbuchbüro mit Verwaltung durch den Bund.
1913 Einführung des Abstammungsausweises. 1. Revision der Verbandsstatuten.
1910 Der Sitz der Geschäftsstelle wird nach Luzern verlegt.
1902 Erste Milchleistungsprüfungen.
1897 7. Februar: Gründung des „Verbands Schweizerischer Braunviehzucht-Genossenschaften“. Der Sitz der Geschäftsstelle ist Bünzen AG. Als erster Präsident wird der Kantonstierarzt des Kantons Luzern, Dr. P. Knüsel, gewählt.
1887 Gründung der ersten Viehzuchtgenossenschaft (Dürnten im Zürcher Oberland). Ab dann kommt es überall im Land zu Neugründungen. Die Eidgenossenschaft fördert diese mit Fr. 300.- an jede Gründung.
1880 Offiziell gibt es nur noch einen „Schlag“, das „Schweizerische Braunvieh“.

Download:


Braunviehkuh, 7 jährig.
Schweizerische Landwirtschaftliche Ausstellung
Luzern 1881.

 

 

 

 

 

 

Ausdruckvolles, langes und feingliedriges Rind. Sehr milchbetont,
kurz vor dem Abkalben, 1883.

1879 1. Schweizer Herdebuch „Verzeichnis edler Tiere der Braunviehrasse“.
1856/1862 Erfolge an den erstmals beschickten Ausstellungen in Paris und London. Die Besucher aus Amerika werden aufmerksam auf die ausgestellten Tiere aus der Schweiz.
1848 Der Bundesstaat beschliesst wirtschaftliche Massnahmen zur Förderung der Viehzucht. Verschiedene Kantone nehmen Einfluss auf die Viehzucht.
Bis 1848 Neben der klar ausgerichteten Zucht auf den grossen Klostergütern Einsiedeln, Engelberg und Muri und ihrer Umgebung, blieb die breite Landeszucht in den kleinbäuerlichen Betrieben sich selbst überlassen.
515 n. Chr. Servatius, der Feldherr des Gotenkönigs Theoderich, bezeichnet dieses Alemannenrind im Vergleich zum angestammten Rind als "kostbarer wegen seiner Grösse". Die Urgeschichtsforscher nehmen an, dass dieses Alemannenrind aus der Anpaarung zwischen dem in Mitteleuropa weit verbreiteten wilden Ur- und dem kleinen germanisch-keltischen Hausrind hervorgegangen ist. In unseren Gegenden erfolgt dann rasch eine Durchmischung mit dem ansässigen Torfrind. Einzig das Vieh der Bündner Täler hat seine eigene Entwicklung. Es geht ursprünglich auch auf das Torfrind zurück. Das Hirtenvolk der Rätier bringt bei seiner Einwanderung im 4. Jahrhundert ebenfalls seine eigene Rasse mit. Sie führt Primigenius-Blut und stammt aber aus Mittelitalien (Toscana). Damit lässt sich das Braunvieh in seiner Gesamtheit klar einordnen, und zwar in die Gruppe des Kurzhornrindes (bos brachyceros) mit starken Anteilen der Rassengruppe des europäischen Urrindes (bos primigenius Bojan). Offen blieb bis vor kurzer Zeit die Frage nach den Hintergründen der klaren Trennlinie zwischen Braun- und Fleckvieh in unserem Land. Im Rahmen des "Nationalen Forschungsprogramms über die schweizerische Identität (NF 21)" stiessen die Historiker in ihren Nachforschungen über das Weiterleben keltischen Erbes auf das Vorhandensein einer geheimnisvollen Napf-Reusslinie. Diese trennt nicht nur die Rechtsregeln bei der Vererbung des Hofes, heidnische Bräuche, französische und deutsche Jasskarten, sondern auch das Braunvieh vom Simmentaler Fleckvieh. Die Rassengrenze hat also keltische Wurzeln.
200 n. Chr. Nach dem Untergang des Römischen Reiches wird die östliche Hälfte unseres Landes allmählich durch die Alemannen, einem germanischen Volksstamm mit einer besonderen Beziehung zum Tier, besiedelt. Sie bringen ihr eigenes Rind mit.
2000-4000
v. Chr.
Auf dem Gebiet der heutigen Schweiz finden wir die ältesten Spuren menschlicher Siedlungen an den Alpenrandseen. Es sind die Pfahlbauer der Bronze- und Eisenzeit. Zu ihren Haustieren zählt das Torfrind (bos brachyceros), ein kleines zierliches Rind mit feinen Gliedern und kurzem Horn. Nach Knochenfunden dürfte die Widerristhöhe um 120 cm und das Gewicht um 400 kg betragen haben. Dieses aus dem Osten (Kaukasus und Vorderasien) stammende Rind bildet die Basis und damit den Ausgangspunkt aller Rinderrassen der Zentral- und Ostalpen, so auch unseres Braunviehs.
Braunvieh